Liebe Leserin, lieber Leser,

im vergangenen Jahr lautete der Schwerpunkt der KAB "Gutes Leben für alle".
In diesem Jahr startet die Betriebsseelsorge und die KAB den neuen Schwerpunkt:

"Gute Arbeit - Menschlich - Sozial - Gerecht!"

Wir haben uns dafür entschieden, weil Lebensqualität nicht teilbar ist, weder in die Bereiche Freizeit und Familie noch in Beruf und Betrieb.
"Gute Arbeit" ist dielogische Fortsetzung unseres Schwerpunktes vom letzten Jahr. Wir können dabei auf die Erfahrungen der Beschäftigten in Betrieben und Dienststellen zurück greifen. Die KAB macht mit ihrer Kampagne "Gute Arbeit" gerade in der heutigen Situation, in der sich die Arbeits- und Lebensbedingungen für die große Mehrheit der im Erwerbsleben stehenden (bzw. durch Arbeitslosigkeit ausgegrenzten) Menschen in den letzten Jahren erheblich verschlechtert haben, darauf aufmerksam, dass Arbeit als wesentlicher Bestandteil menschlichen Lebens mehr als Broterwerb ist.

Grundlegend für die Kampagne ist die Kernaussage der Katholischen Soziallehre, dass Arbeit als Teilhabe an der Schöpfung ein Menschenrecht ist und zum Menschsein gehört.

Eine Umfrage bei Beschäftigten ergab folgende Erwartungen an "Gute Arbeit":

- ein festes und verlässliches Einkommen
- ein sicherer Arbeitsplatz
-ein unbefristetes Arbeitsverhältnis

Diese Wünsche stehen bei den abhängig Beschäftigten ganz oben auf der Skala.
Da sie sich auch immer mit einem Teil ihrer Persönlichkeit in die Arbeit einbringen,
möchten sie dort
- als Mensch wahrgenommen werden
- Arbeit soll Spaß machen, sinnvoll, vielseitig und abwechslungsreich sein
- ihre Arbeit soll sie mit Stolz erfüllen
- und nicht gesundheitsschädlich sein

Eigentlich nichts besonderes, was ganz normales würde man sagen. Aber es sind Wünsche geworden, weil die Lebensrealität der Menschen anders ist. Viele habe heute nicht mehr den Mut, solche Wünsche zu äußern.

Heute gilt: "Hauptsache Arbeit, gleich welche". Durch die Krise der Erwerbsarbeit und die anhaltende Massenarbeitslosigkeit haben die Menschen, die auf Erwerbsarbeit angewiesen sind, alle Ansprüche an Arbeit verloren. Aus dieser Entwicklung haben Wirtschaft und Politik "Kapital geschlagen". Die Bewegung zur "Humanisierung der Arbeit" aus den 70er Jahren ist gänzlich versandet. Die aus Japan "importierten" Ideen zur Arbeitsanreicherung und zur Bildung von teilautonomen Arbeitsgruppen werden wieder eingedampft. Allenthalben feiern wieder verstärkt arbeitsteilige Verfahren mit Kurzzeittakten ihr Comeback.

Heute ist Arbeit brutal und mit Angst besetzt.

Aus diesem Grund unterstützt die KAB-Stiftung Menschen und Initiativen, die für mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt eintreten und den Mensch in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Handelnsstellen. Unterstützen Sie das Anliegen der KAB-Stiftung und setzen Sie damit einnachhaltiges Zeichen für ein solidarisches Miteinander.

Durch eine ideelle und finanzielle Unterstützung der KAB-Stiftung "Arbeit und Leben" tragen Sie dazu bei, den Menschen unserer Gesellschaft eine größere Zeit-Souveränität und eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen.
Anna Schonter,
stellv. Vorsitzende
Emil Benk,
Diözesanpräses
Peter Niedergesäss,
Verbandssekretär